Aktuelle Termine

Hier finden Sie eine Übersicht der durch die Rusch-Stiftung geförderten Kulturveranstaltungen in Hamburg und Berlin. Angaben ohne Gewähr.

DRAMA! - ReflexionsRaum für junge Theatermacher:innen

Drama logo

DRAMA! ist in dieser Form einzigartig in der deutschen Hochschullandschaft. Die Zusammenarbeit von Theaterautor:innen mit Schauspieler:innen, Regisseur:innen, Dramaturg:innen in der Ausbildung ermöglicht allen Beteiligten miteinander in den Dialog zu treten im – noch – geschützten, begleiteten Raum der Akademien. DRAMA! gibt jungen Theaterschaffenden die Möglichkeit, gemeinsame Phantasien für ein Theater der Zukunft zu erproben, Arbeitsbeziehungen zu knüpfen, Theaterfamilien zu gründen. Und dem Publikum gibt es Gelegenheit, die neueste Dramatik kennenzulernen – bevor sie auf dem „Theatermarkt“ ist.
 
Weitere Informationen: www.hfmt-hamburg.de

Do, 28.10.2021, 18.00 Uhr (Szenische Einrichtungen 1-3), Hamburg
Kleine Bühne HfMT, Wiesendamm 26
Fr, 29.10.2021, 18.00 Uhr (Szenische Einrichtungen 4-6), Hamburg
Kleine Bühne HfMT, Wiesendamm 26
Sa, 30.10.2021, 19.00 Uhr (6. Hamburger Poetikvorlesung mit Miroslava Svolikova), Hamburg
Große Bühne HfMT, Wiesendamm 26

Eintritt frei.
 
Eine Reservierung ist erforderlich und erfolgt über eventbrite.

WTF 1770 - Hölderlin//Beethoven

Foto: Ken Werner

Im Zentrum dieser musiktheatralen Inszenierung von OMG Schubert stehen die beiden 1770 geborenen Jahrhundert-Künstler Hölderlin und Beethoven, deren Schaffen und Wirken nach der Relevanz fürs Heute, Hier & Jetzt untersucht werden. Beethoven hinterlässt über 700 Kompositionen. Seine Lieder wirken dabei oft blass, brav, bedeutungslos. Seine instrumentalen und sinfonischen Werke hingegen sind bahnbrechend, bis heute. Hölderlin, ebenfalls Jahrgang 1770, gilt als einer der bedeutendsten deutschen Literaten. Was wäre, hätten die beiden sich gekannt, was wäre, wenn Hölderlins Wahnsinn auf Beethovens Manie getroffen wäre? An diesem Abend wird das Schaffen Beethovens und Hölderlins nach Schnittmengen und Reibungsflächen durchleuchtet. Es entstehen stilimmanente klassische Kompositionen und ungewohnte avantgardistische Klänge, die genreübergreifend gebrochen werden und das Schaffen der Beiden zu einem neuen Gesamtkunstwerk verschmelzen lassen. Das Setup wird durch Live-Videos von Wilhelm Rinke erweitert.
 
Weitere Informationen: www.omgschubert.de

Fr, 29.10.2021, 19.30 Uhr, Hamburg
Halle 424, Stockmeyerstraße 43
So, 31.10.2021, 20.00 Uhr, Berlin
Theater im Delphi, Gustav-Adolf-Str. 2

Karten (HH): https://halle424.de/
Karten (Berlin): https://theater-im-delphi.de

Foto: Ken Werner

Überleben durch Musik

Plakatmotiv

Aus der Reihe 'Musikalische Stolpersteine' zum 120. Geburtstag von Simon Laks
 
Gewidmet ist dieses Konzert dem Auschwitz-Überlebenden Szymon (Simon) Laks und seinen Wegbegleitern. Laks war von 1942 bis 1944 in Auschwitz, später in Dachau inhaftiert. Dank seiner musikalischen Begabung stieg er im Lagerorchester zum Leiter auf. Damit entging er nur knapp dem sicheren Tod. Nach dem 2. Weltkrieg geriet die Musik von Laks und seinen Zeitgenossen in Vergessenheit. Diese möchten die jungen Künstler:innen von CULTURE CONNECTS wieder lebendig machen. Unter anderem mit Werken von Szymon Laks, Gideon Klein, Aleksander Tansman.
 
Weitere Informationen: www.culture-connects.org

Sa, 30.10.2021, 19.30 Uhr, Hamburg
Großer Saal Rudolf-Steiner-Haus, Mittelweg 11-12

Das Böse.

Foto: Jens Beckmann

Ein Klassen­zimmerstück für Zuschauer ab 10 Jahren.
 
Rotkäppchen sitzt am Brunnen. Glück gehabt! Im letzten Moment hat der Jäger sie aus dem Bauch des Wolfes befreit – das Gute hat gesiegt. Aber was ist das? Ächzend hievt der Wolf sich aus dem Brunnen: „Ich armer Wolf, mir ist zum heulen.“ Angeekelt vom Selbstmitleid des Wolfes kommt Rotkäppchen mit ihm ins Gespräch – über das Böse im Wolf und das Gute im Rotkäppchen, über Schuld und Unschuld, Gerechtigkeit und Strafe. Und schließlich wetten sie, ob im bösen Wolf doch etwas Gutes steckt. Das Klassenzimmerstück „Das Böse“ ist ein philosophischer und rasanter Ritt durch den Märchenklassiker. Mit Overhead-Projektionen, Musik und den Mitteln des Erzähltheaters.
 
Weitere Informationen: dieazubis.de

Mo, 01.11.2021 - Mi, 03.11.2021, Berlin
Theater Strahl Berlin, Martin-Luther-Str. 77

Karten: (030) 695 99 222
 
Foto: Jens Beckmann

Boulangerie mit Ulrich Noethen und Hans von Trotha

Foto: Jan Düfelsiek

"A Sentimental Journey" mit Texten von Laurence Sterne und Jean Paul sowie Musik von Robert Schumann, Franz Schubert, Nikolai Rimski-Korsakow, Mel Bonis, Frank Martin, Charles Ives, Arvo Pärt und Mauricio Kagel. Sprecher: Ulrich Noethen. Moderation: Hans von Trotha. Musik: Boulanger Trio.
 
Weitere Informationen: www.boulangertrio.com

Fr, 05.11.2021, 19.00 Uhr, Hamburg
Resonanzraum St. Pauli, Feldstraße 66

Karten: www.resonanzraum.club
 
Hinweis: Die Veranstaltung findet in der 2G-Variante statt.
 
Foto: Jan Düfelsiek

Familiengeschichten - Daughters and Sons of Gastarbeiters

Daughters and Sons of Gastarbeiters

Am 30. Oktober 1961 wurde das deutsch-türkische Abwerbeabkommen unterzeichnet. Zum 60–jährigen Jubiläum stellt das Literaturkollektiv Daughters and Sons of Gastarbeiters vier Familiengeschichten mit autobiografischem Charakter künstlerisch-performativ dar. Begleitet von Bildprojektionen, Film und Musik.
 
Seit den 1960er Jahren leisteten Gastarbeiter:innen einen erheblichen Beitrag für den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland, der in der deutschen Erinnerungskultur nicht ausreichend wertgeschätzt wird. Die erzählten Geschichten sollen einen Diskurs über das Selbstverständnis und die Relevanz der Einwanderer:innen in der deutschen Gesellschaft eröffnen und gleichzeitig einen Beitrag zur Erinnerungskultur in Deutschland leisten.
 
Es lesen: Serfiraz Vural, Çiçek Bacık, Rosaria Chirico und Koray Yılmaz-Günay.
 
Weitere Informationen: www.lichthof-theater.de

So, 07.11.2021, 18.00 Uhr (+Publikumsgespräch), Hamburg
LICHTHOF Theater, Mendelssohnstraße 15

Karten: lichthof-theater.reservix.de
 
Hinweis: der Ticketverkauf startet voraussichtlich Anfang Oktober 2021.

Die Goldenen Zwanziger

Plakatmotiv

Das Konzert 'Die Goldenen Zwanziger in Polen und Deutschland' erzählt von den Meistern der schwingenden Musik in einer Ära der Umbrüche. Zu Gehör kommen sowohl klassische Kompositionen als auch Werke der unterhaltenden Genres wie Chanson oder Operette. Die Hits, die selbst noch heute oft zu hören sind, entstammen der Feder von gefeierten Meistern, die heute nicht mehr namentlich bekannt sind, deren Musik aber unsterblich ist, z.B. Jerzy Petersburski oder Henryk Wars. Die polnischen, davon zum Teil jüdischen Komponisten und Textdichter, sowie die Interpreten der 1920er und 30er (wie Pola Negri, Mieczysław Fogg, Eugeniusz Bodo oder Hanka Ordonówna) zeigen enge Verflechtungen zwischen deutscher und polnischer Kulturwelt auf; hieraus entstanden einige internationale Erfolge, bis diese Ära durch die Verfolgung der Nationalsozialisten ein brutales Ende fand.Der Konzertabend mit Künstlern aus Hamburg und Berlin (u.a.) lässt die Werke und Geschichten aus dieser Epoche aufleben.
 
Weitere Informationen: www.culture-connects.org

So, 07.11.2021, 19.00 Uhr, Hamburg
Großer Saal Rudolf-Steiner-Haus, Mittelweg 11-12
Sa, 04.12.2021, 19.00 Uhr, Berlin
Elias-Kuppelsaal, Göhrener Str. 11

Karten: karten@culture-connects.de
 
Hinweis: Die Konzerte werden nach der 3G-Regel durchgeführt.

Musik auf der Schwarzen Liste

Dieses Konzert der studentischen Initiative Culture Connects aus der Reihe 'Musikalische Stolpersteine' widmet sich einem vergessenen Kapitel der Musikgeschichte, das als ein Teil der pulsierenden Kulturwelt der Zwischenkriegszeit heute nur ausgewählten Experten bekannt ist. Komponisten wie Szymon Laks oder Erwin Schulhoff gehörten zu den führenden Meistern ihrer Zeit und wurden nach 1933 entwürdigt, verboten und verfolgt. Der eine überlebte als Leiter des Lagerorchesters von Auschwitz, der andere starb als Gefangener im KZ Wülzburg in Bayern. Sie repräsentieren außergewöhnliche Schicksale und sind dennoch kaum rezipiert und selten gespielt, wie so viele ihrer berühmten Zeitgenossen, die unter Verfolgungen litten. Die Musik jener Zeit lassen junge Künstler*innen aus Hamburg, Berlin, Bremen und Hannover im Herzen Hamburgs wieder aufleben.
 
Mit Werken von Erwin Schulhoff, Szymon Laks, Ernst Krenek, Olivier Messiaen uvm.
 
Weitere Informationen: culture-connects.org

Sa, 13.11.2021, 19.00 Uhr, Berlin
Elias Kuppelsaal, Göhrener Str. 11

Liedmovie - eine mediale Galerie

Foto: Simon Janssen

So wie es das Musikvideo in der Popmusik gibt, wurde für die Klassik ein äquivalentes Format entwickelt. Liedmovies lassen die Musik filmische Realität werden. Dabei wird der visuellen Ebene eine neue, eigene Qualität verliehen. Sie fügt anhand der Bebilderung der Musik eine weitere Ebene hinzu, sodass dadurch der Zugang zur gehörten Musik hergestellt werden kann. Eine generelle ästhetische Entscheidung verbindet alle Videos: Sie wurden alle als „one-shot" gedreht und basieren auf der Idee, mit einer Gemäldereferenz zu beginnen. Die Video-Gemälde bilden eine Installation wie ein Mini-Museum, in dem das Publikum in alte neue Welten tauchen kann, um die Welt des Kunstliedes neu zu entdecken. Liedmovies erfinden damit ein neues visuelles Genre für das Kunstlied.
 
Weitere Informationen: www.piadavila.com

Do, 02.09.2021 - So, 05.09.2021, Hamburg
TONALi Galerie, Kleiner Kielort 8 (Innenhof)
Mo, 15.11.2021 - Di, 30.11.2021, Berlin
Guardini-Galerie Berlin, Askanischer Pl. 4

Hinweis: Das "Liedmovies-Mini-Museum" verfügt über ein Corona-Hygiene-Konzept und kann zu den jeweiligen Öffnungszeiten des Veranstaltungsortes flexibel besucht werden.
 
In Hamburg sind die Liedmovies im Rahmen des deutsch-französischen Festivals arabesque zu sehen. Am 02.09. um 18.00 Uhr (Vernissage), am 03./04.09. um 13.00-20.00 Uhr sowie am 05.09. um 11.00-18.00 Uhr.
 
 
Foto: Simon Janssen

Die Brieffreundschaft

Foto: Ann Klage

Per Flaschenpost hat das Markus&Markus Theaterkollektiv in seinem vorherigen Stück „Die Berufung“ nach Menschen gesucht, die sich für Menschlichkeit einsetzen. Über eine der eingegangenen Antworten diskutierte das Kollektiv etwas länger: Es war der Aufruf, Briefe an inhaftierte Menschen zu schreiben, da jeder Mensch eine zweite Chance verdient habe. Das war quasi die Geburtsstunde ihres neuen Stückes „Die Brieffreundschaft“.
 
Penthesilea, Judith, Klytaimnestra, Medea, Lady Macbeth. Abend für Abend lassen wir uns von ihren Gewalttaten berieseln und erfreuen uns an Mord und Totschlag. Wären sie nicht in Reclamheften gefangen, sie wären es wohl im Gefängnis. Dort hat das Kollektiv sie aufgespürt und begonnen, ihnen Briefe zu schreiben. Es entwickelten sich Brieffreundschaften zu den Protagonistinnen dieser Inszenierung. Sie alle wurden verurteilt wegen Mordes. Gemeinsam mit ihnen hat das Kollektiv an dieser Inszenierung gearbeitet.
 
Weitere Informationen: www.lichthof-theater.de

Do, 16.12.2021 - Sa, 18.12.2021, 20.15 Uhr, HH
LICHTHOF Theater, Mendelssohnstraße 15

Karten: lichthof-theater.reservix.de
 
Hinweis: Der Ticketverkauf startet voraussichtlich Anfang Oktober 2021.
 
Foto: Ann Klage