Aktuelle Termine

Hier finden Sie eine Übersicht der durch die Rusch-Stiftung geförderten Kulturveranstaltungen in Hamburg und Berlin. Angaben ohne Gewähr.

klub katarakt 15 - Internationales Festival für experimentelle Musik

Foto: Splitter Orchester

klub katarakt, das Festival für experimentelle Musik, findet vom 15. bis 18. Januar 2020 zum fünfzehnten Mal in Folge auf Kampnagel in Hamburg statt. Gefördert wird der Auftritt der Berliner Ensembles Splitter Orchester und The Pitch am 17. Januar.
 
Weitere Informationen: www.klubkatarakt.net

Fr, 17.01.2020, 20.00 Uhr, Hamburg
Kampnagel, Jarrestraße 20

Karten: (040) 270 949 49
 
Foto: Splitter Orchester

90 Minuten bei Neigetechnik

Ein zeitgenössischer Hamburg-Berlin Liederabend.
 
Die Hamburger Sopranistin Frauke Thalacker und der Berliner Pianist Martin Schneuing beleuchten in ihren Programmen die Verwandtschaften und Unterschiede in Ästhetik und Stilistik der musikalisch-zeitgenössischen Szenen beider Städte. Den Hamburger Komponisten J.Harneit, S.Penderbayne und E.Lampson stehen diesmal auf der Berliner Seite C.Jost, G.Iranyi, R.Rubbert, C.Seither und S.Tramin gegenüber.
 
Weitere Informationen: https://www.bka-theater.de

Di, 28.01.2020, 20.00 Uhr, Berlin
Bka-Theater, Mehringdamm 34, in der Reihe "Unerhörte Musik"

Karten: (030) 20 22 007

Die Verlobung in St Domingo/ Lessingtage

Foto: Tanja Dorendorf

Ein Widerspruch von Necati Öziri gegen Heinrich von Kleist
 
Auf Haiti tobt die Revolution. Nach über hundert Jahren Sklaverei brennen die Zuckerplantagen der französischen Kolonialherren. In seiner Novelle „Die Verlobung in St. Domingo“ von 1811 macht Heinrich von Kleist klare Fronten auf: Weiß gegen Schwarz, Gut gegen Böse, Ordnung gegen Anarchie. In seinem Gegenentwurf hinterfragt Necati Öziri die vermeintlich eindeutigen Positionen. Ein furios-diverses Ensemble, zu dem mit Maryam Abu Khaled und Kenda Hmeidan auch Schauspielerinnen des Exil-Ensembles des Gorki gehören, macht in der Regie von Sebastian Nübling aus Öziris Widerrede einen flirrenden Tanz auf dem Vulkan. Gastspiel vom Gorki Theater Berlin bei den Hamburger Lessingtagen 2020.
 
Weitere Informationen: www.thalia-theater.de

Di, 04.02.2020 - Mi, 05.02.2020, 19.30 Uhr, HH
Thalia Gaußstraße (Studiobühne), Gaußstraße 190

Karten: (040) 32 81 44 44

Foto: Tanja Dorendorf

Hamburg Dialogues, Berlin Dialogues

Gesprächskonzerte der zeitgenössischen Kammermusik mit Gitarre
 
Die beteiligten Musiker und Komponisten sind frei vom Schubladendenken und Genrebegriffen. Die Neue Musik soll für die nächste Generation salonfähig gemacht werden. In einer unmittelbaren Werkstattatmosphäre berichten die Musiker über Details ihrer Probenarbeit und erzählen, wie es zur Zusammenarbeit mit den Komponisten kam, wie die Stücke entstanden sind und was es für sie bedeutet diese Musik zu spielen. Locker und unterhaltsam moderiert werden vermeintlich unzugängliche Werke fassbar gemacht.
 
Beteiligte Musiker: Lux Nova Duo, Marcia Lemke Kern, Musiker der Plattform Open Strings wie Duo Karuna, Beteiligte Komponisten: Georg Hajdu, Gordon Kampe, Xiaoyong Chen, Alexander Liebermann, Sebastian Pecznik u. a.

Weitere Informationen: www.lux-nova-duo.com

Sa, 07.12.2019, 19.00 Uhr, Hamburg
Resonanzraum St. Pauli, Feldstraße 66
Sa, 15.02.2020, 19.00 Uhr, Berlin
Musikbrauerei, Greifswalder Straße 23a

Karten (Hamburg): (040) 357 041 760
Karten (Berlin): www.facebook.com/pg/Musikbrauerei

Obduktion einer Kunstfigur - Klaus Nomi

Foto: Vanessa Wagner

Ausgehend von einem Youtube-Video des an AIDS-erkrankten Countertenors Klaus Nomi seziert die musikalische Bühnenshow die medialen Überreste, um die merkwürdige Symmetrie aus Realität und Fiktion zu untersuchen. Die Titelfigur des Abends ist abwesend. Eine Tänzerin, eine Schauspielerin und eine Sängerin, rechts ein Musiker. Im Hintergrund werden Videos projiziert. Texte, Songinterpretationen und YouTube-Videoschnipsel skizzieren ein Bild des Künstlers Klaus Nomi, das allerdings unvollständig bleibt. Diese Unvollständigkeit wird zum Thema der Veranstaltung und entwickelt dabei eine ästhetische Form: die theatrale Obduktion. In Hamburg gezeigt im LICHTHOF Theater und im Nachtasyl/Thalia Theater.
 
Weitere Informationen: https://www.theaterdiscounter.de

Sa, 29.02.2020 - So, 01.03.2020, 20.00 Uhr, Berlin
Theaterdiscounter, Klosterstr. 44

Karten: (030) 280 930 62
Foto: Vanessa Wagner

Die Kränkungen der Menschheit

Foto: Gabriela Neeb

In der neuen Arbeit von Anta Helena Recke steht die eurozentrische Behauptung einer universellen Menschheits- und Kunstgeschichte auf dem Prüfstand. Ausgehend von Sigmund Freuds Text „Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse“ werden die von ihm diagnostizierten drei Kränkungen der Menschheit um eine vierte Kränkung erweitert. Die Tatsache, dass die größte Illusion darin besteht, von einer Menschheit auszugehen, wird hartnäckig übersehen.
 
Weitere Informationen: www.kampnagel.de

Do, 05.03.2020 - Sa, 07.03.2020, 20.00 Uhr, Hamburg
Kampnagel (k2), Jarrestraße 20

Karten: (040) 270 949 49
Foto: Gabriela Neeb

Maji Maji Flava

Foto: N. Klinger

Von 1905 bis 1907 kämpften im Maji Maji-Krieg verschiedene Bevölkerungsgruppen im damaligen Deutsch-Ostafrika gegen die deutsche Gewaltherrschaft. Die Prophezeiung des Maji Maji-Kults lautete, die deutschen Gewehrkugeln würden sich in Wasser verwandeln – jedes Schulkind im heutigen Tansania kennt diese Geschichte. Mit MAJI MAJI FLAVA bahnte sich der Kolonialkrieg 2016 seinen Weg auf die Bühne: Das Ergebnis des Recherche- und Produktionsprozesses des tansanisch-deutschen Teams ist eine inhaltlich dichte Arbeit, zwischen historischer Dokumentation und einem beißenden Kommentar auf weiterhin bestehende neokoloniale Machtgefälle zwischen den beiden Ländern. Aus treibenden tansanischen Rhythmen und Liedern der kaiserlichen Schutztruppe entsteht eine vielsprachige musikalische Theater- und Tanzperformance – multiperspektivisch, konfrontativ, und immer im ironischen Kommentar auf sich selbst. Nach Aufführungen in Daressalam Anfang 2017 zeigte sich die ganze Sprengkraft der Produktion: Das Kunstprojekt wurde zum Auslöser realpolitischer Entscheidungen, als es eine Debatte im tansanischen Parlament über mögliche Forderungen nach Reparationszahlungen für die Verbrechen des Kolonialkriegs entfachte. Eine kollektive Arbeit von Flinn Works/ Berlin mit Tänzer_innen und Musiker_innen von Asedeva/ Dar-es-Salaam.
 
Weitere Informationen: flinnworks.de

Sa, 04.04.2020 - So, 05.04.2020, Hamburg
Kampnagel (K1), Jarrestraße 20

Karten: (040) 270 949 49
Foto: N. Klinger